KreaRe Broschüre TitelKreativität wird in Wirtschaft und Politik als ein wichtiger Treibstoff für Innovationsfähigkeit angesehen: Auf dem Weltwirtschaftsforum wurde 2006 der „kreative Imperativ“ für Unternehmen ausgerufen. Das Jahr 2009 wurde zum „Europaischen Jahr der Kreativität und Innovation“ erhoben. „Kreativquartiere“ finden zunehmend ihre Berucksichtigung in der Stadt- und Raumplanung. Kaum zu beziffern ist die Zahl der Stellenausschreibungen, die von Bewerbern Kreativität verlangen.

Doch kreative Leistungsfähigkeit ist nicht nur „in“, sondern gilt meist auch als „jung“: Junge Menschen brechen mit ihrer Energie die alten Regeln auf und sorgen für Veränderung und Fortschritt, wahrend „Ältere“ etwa technologische Innovationen schon kaum mehr verstehen oder sich Veränderungen verweigern – diese oder ähnliche Zuschreibungen sind schnell gemacht. Dass im vierten Lebensjahrzehnt der kreative Zenit überschritten und nun die Zeit der Leistungsdegenerierung angebrochen sei, hält sich hartnackig als öffentliche Meinung – der wissenschaftlichen Befundlage, welche ein „Defizitmodell“ des Alterns nicht bestatigt, zum Trotz.

Die mit Blick auf die zukünftige Altersverteilung der Erwerbsbevolkerung und die vermeintlich „jugendliche“ Kreativleistung geführte Diskussion ist jedoch noch nicht zu Ende: So weist etwa das Institut für Mittelstandsforschung in einer Studie aus, dass jedes vierte Unternehmen einen Rückgang von Flexibilität, Kreativität und Innovationsfähigkeit im Zuge des demografischen Wandels erwartet. Bedroht der demografische Wandel tatsachlich die Innovationsfähigkeit in deutschen Unternehmen? Ist bei einer sich verändernden Altersstruktur mit ruckläufigen Kreativleistungen zu rechnen?

Diesen zugespitzten Leitfragen geht diese Broschüre nach, mit Fokussierung auf den Bereich Forschung- und Entwicklung (F&E) – denn von F&E-intensiven Unternehmen und von Fach- und Führungskräften in F&E wird in besonderer Weise kreative Kompetenz erwartet. Was können Unternehmen tun, um Rahmenbedingungen für kreative Leistungsfähigkeit in F&E zu schaffen? Welche Ressourcen sind zu stärken, um kreative Leistungsfähigkeit „bis zur Rente und darüber hinaus“ zu unterstützen?

Diese Broschüre verbindet empirische Bestandsaufnahmen mit Gestaltungsideen, die im Rahmen eines öffentlich geförderten Verbundforschungsprojekts in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen erarbeitet wurden. Das Forschungsteam aus dem Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. an der Ruhr-Universität Bochum und einer Arbeitsgruppe der Kliniken Essen-Mitte freut sich über Ihre Rückmeldungen und Anfragen.

Die Transferbroschüre finden Sie HIER.